Weil das Geschäft mit dem Trommelmotor weiter boomt, ist das Interroll-Werk in Baal bei Hückelhoven auf Expansionskurs. Neuester Coup: Der Kauf eines 20.000 m2 großes Grundstücks an der Opelstraße, auf dem sich die Service-Abteilung und das Entwicklungszentrum breitmachen sollen. Im kommenden Jahr startet hier auch eine neue Kabelproduktion. Schon jetzt liegt der Fokus auf Automatisierung: seit Mitte Juni montieren zwei vollautomatisierte Roboterarme Getriebe für Trommelmotoren.

Millionen für neue Flächen: Wenige Meter neben dem Forschungszentrum entstehen in Baal Arbeitsplätze für Personal und Maschinen. Mit letzteren macht Interroll konsequent den nächsten Schritt zur Automatisierung – vor allem da, wo sich einfache Handgriffe wiederholen.

Vollautomatische Montageeinheit: Alle 60 Sekunden ein Getriebe

Um die globale Interroll-Welt zuverlässig mit Getrieben für Trommelmotoren zu versorgen, fertigt die Maschine mit zwei automatisierten Armen alle 60 Sekunden ein neues Getriebe. Dabei bedeutet die vollautomatische Montageeinheit keineswegs, dass die Fabrik in Zukunft menschenleer sein wird. Es ist nur eine Chance, einfache Aufgaben noch effizienter zu erledigen. Zudem braucht es qualifizierte Mitarbeiter, welche Teile reichen, die Montageeinheit befülle und den Computer bedienen. Für konstant gleichbleibende Qualität ist gesorgt: 25 Kameras erstellen bei jedem Arbeitsschritt einen Schnappschuss und gleichen diesen mit einer Datenbank ab.

Kabel in Eigenproduktion

Bisher hatte der Edelstahl-Verarbeiter Niro in dem neu hinzugewonnenen Areal seine Außenstelle. Da der sich auf das nicht weit entfernte Stammwerk konzentrieren will, hatte sich Interroll bereits vor zwei Jahren eingemietet und in der Halle Fördertechnik aufgestellt. Insgesamt wurden so 2.500 m2 Fläche und 300 m2 Büroraum gewonnen. Geplant ist, dass in diese Räumlichkeiten, die von einem externen Anbieter aus Dänemark geholte Kabelfertigung einzieht. Bei der Aktion entstehen zehn neue Arbeitsplätze. Der Zweck der neuen Eigenproduktion ist es, die Kabel für die Trommelmotoren zuverlässig nach außen abzudichten.

Die Expansion kommt auch den gestiegenen Kunden-Anforderungen zugute: Die Service-Abteilung in Baal verfügt jetzt über deutlich mehr Platz. Die Motoren werden hier in Baal auch inspiziert, repariert und gewartet. Und wenn alles in Ordnung ist, an den Kunden zurückgeschickt.

Wachstum im zweistelligen Prozentbereich

Da die Wachstumsraten des Produktionswerks konstant gut sind – jährlich um die zehn Prozent – gelten nächste Überlegungen den Lagerflächen sowie der Verbesserung der Logistik in Baal. Und das ist auch nötig, um die hohen Ansprüche weiter zu erfüllen: Die hier produzierten Produkte gehen in die ganze Welt hinaus und setzen Maßstäbe in Qualität und Hygiene bei den Förderbändern. Immer nach Kundenwunsch individuell in „variantenreicher Serienfertigung“ produziert und seit Juni 2016 auch mit Blick auf die steigende Automatisierung.

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