Food und Förderleistungen

Die Lebensmittelindustrie erfordert höchste Hygiene und Sicherheit in allen Produktionsabläufen. Doch die Produktion der Food-Hersteller beschränkt sich nicht auf die Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Für zahlreiche Anwendungen, die immer noch hohe Anforderungen an die Hygiene stellen, liegt der Schwerpunkt auf hohem Durchsatz, globaler Verfügbarkeit und geringem Wartungsbedarf. Auf der Fläche von drei Fussballfeldern ist in zweijähriger Bauzeit für rund 120 Millionen Euro auf dem Gelände des Nestlé-Werkes Biessenhofen die modernste Produktionsanlage für hypoallergene Säuglingsmilchnahrung der Welt entstanden. Alles, was moderne Technologien ermöglichen, wurde ausgeschöpft, zum Beispiel die Wärmerückgewinnung durch die Nutzung von Abwärme oder ein neuer Kühlkreislauf zur Einsparung von Energie und Wasser. Vor allem die wachsende internationale Nachfrage nach der sogenannten hypoallergenen (HA-) Nahrung zur Prävention allergischer Erkrankungen hat eine deutliche Erweiterung erfordert.

Sensible Produkte

Jährlich werden allein über 16 Millionen Packungen HA-Nahrung in 80 Länder rund um den Globus ausgeliefert. Zudem können in einem hoch spezialisierten Aseptik-Zentrum Lebensmittel keimfrei abgefüllt werden. Davon profitieren weitere anspruchsvolle Produkte: Neben den Feinkostsaucen von Thomy wird unter anderem Nescafé Xpress in Biessenhofen hergestellt.

Just in time – mit Sicherheit

In diesem so vielfach abgesicherten Produktionsprozess läuft nahezu alles auf Transportbändern und Höhenförderern ab, die sich vielspurig über die gesamte Anlage ziehen. Weichen steuern den Warenfluss. Ein äusserst komplexes System, das ebenso überwacht werden muss, wie alle Elemente, die es transportiert. Auf vielen hundert Metern der Förderstrecken, die sich durch die Produktionshallen ziehen, sind zahlreiche Interroll-Komponenten verbaut. Denn, so Logistik-Leiter Kühn: „Bei diesen sensiblen Herstellungsprozessen müssen alle einzelne Elemente absolut zuverlässig rund um die Uhr funktionieren, da darf es zu keinen Ausfällen kommen.“ So befindet sich etwa an jeder Weiche eine zusätzliche Kontrolle, die ständig den aktuellen Warenfluss überprüft. Zuverlässigkeit auch bei hoher Geschwindigkeit und aussergewöhnlichen Kombinationen ist dabei Voraussetzung für reibungslosen Betrieb. Dafür werden Scanner, Lichtschranken und auch Livebild-Kameras eingesetzt. Sollte etwa eine Dose durch eine bestimmte Farbvermischung nicht in blau, sondern in hellblau beschriftet und damit schwerer lesbar sein, wird sie sofort erkannt und entfernt.

Weitgehende Automatisierung und selbsttätige Steuerung der Abläufe kennzeichnen die neuen, optimierten Produktionslinien im Allgäuer Nestlé-Werk.

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