Mehr Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Leistung: Ein Retrofit bietet bei der Lagermodernisierung viele Vorteile. Das Austauschen veralteter Komponenten statt einem kompletten Neubau ist oft die bessere Lösung, wenn es darum geht, bestehende Anlagen wieder auf den aktuellsten Stand zu bringen. Wir verraten, warum neu nicht unbedingt immer besser ist.

In vielen Branchen hat sich die Intralogistik zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Ganz gleich, ob in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie, bei Kurier- oder Expressdienstleistern, in der Automobilproduktion, im Retail oder E-Commerce – die gesamte Organisation eines Unternehmens hängt oft von logistischen Prozessen ab. Damit die auch langfristig funktionieren, sollten bestehende Fördersysteme in regelmäßigen Abständen modernisiert werden. Ein Retrofit (engl. für nachrüsten, umrüsten, Nachrüstung) kann dabei einige Vorteile bieten.

Produktivität rauf, Kosten runter

Wer die Produktivität, Leistung und Effizienz seines Lagers steigern will, ist mit einem Retrofit gut beraten. Gleichzeitig ergeben sich durch modernere Komponenten deutliche Energieeinsparungen, da der Stromverbrauch älterer Anlagen meist nicht mehr zeitgemäß ist. Bestehende Prozesse und Warenflüsse können so an aktuelle Anforderungen oder auch neue gesetzliche Vorgaben (z. B. Hygienevorschriften in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie) angepasst werden.

So schafft ein Retrofit das grundlegende Fundament für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens, ohne dass es den erheblichen Kostenaufwand eines kompletten Neubaus schultern muss. Auch amortisieren sich die entstandenen Kosten recht schnell, da sich mit einem modernisierten Lager Durchlaufzeiten und Verfügbarkeit erhöhen.

Agil auf Veränderungen reagieren

Wer dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben will, muss sich schnell an veränderte Bedingungen anpassen können. Aber auch neue Geschäftsfelder oder eine strategische Neuausrichtung können Gründe für eine Lagermodernisierung sein.

Nehmen wir als Beispiel den E-Commerce: Um eine sprunghaft oder auch stetig steigende Nachfrage zu meistern, braucht es ein gut skalierbares Geschäftsmodell. Und auch die immer kleineren Bestellmengen bei immer höheren Bestellfrequenzen bringen alte intralogistische Anlagen schnell an ihre Grenzen. Durch ein Retrofit haben Unternehmen eine Möglichkeit, die Performance ihres Lagers flexibel zu skalieren ­– ohne dabei einen immens hohen Aufwand betreiben zu müssen.

In kleinen Schritten zum großen Ziel

Wie sagt man doch so schön: Große Ziele erreicht man in kleinen Schritten. Ein wahres Motto, das sich auch auf die intralogistischen Prozesse eines Unternehmens übertragen lässt: Kleinere Modernisierungsschritte tragen in kürzeren Zeitabständen wesentlich mehr zur Lebensdauer, Produktivität und zum Werterhalt einer Intralogistik-Anlage bei, als es ein kompletter Neubau oder größere Umbaumaßnahmen tun würden.

Weniger Schulungsaufwand des Personals

Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier ­– große Veränderungen sind ihm meistens unangenehm. Obwohl das schade ist, denn Veränderung bringt per se auch immer Chancen mit, ist Routine bei einem Retrofit von Vorteil: Die eigenen Mitarbeiter arbeiten schon lange mit der bestehenden Anlage und sind bestens mit ihr vertraut. Bei einer Modernisierung müssen sie sich lediglich an bestimmte Funktionserweiterungen gewöhnen oder diese neu erlernen. Bei einem kompletten Neubau wäre der Aufwand für die Schulung des eigenen Personals hingegen enorm.

Modernisierung ohne Downtime

Ein Retrofit bedingt nicht automatisch Ausfallzeiten. Durch eine kluge Planung sind erfahrene Anbieter in der Lage, die Maßnahmen komplett ohne oder mit möglichst geringen Ausfallzeiten durchzuführen. Dazu erfolgt die Lagermodernisierung stufenweise und präzise orchestriert im laufenden Betrieb. Und im Vergleich zu einem kompletten Neubau ist der Zeitaufwand sowieso viel geringer.

Sichere Ersatzteilversorgung

Wie sieht es eigentlich mit der Ersatzteilversorgung aus, wenn Anlagen schon sehr lange im Betrieb sind? Vielleicht laufen auch spezielle Wartungs- oder Serviceverträge langsam aus? Spätestens jetzt wird es Zeit für den Austausch veralteter Komponenten, um die Versorgung mit Spare Parts sicherzustellen und keinen Kollaps zu riskieren. Vielleicht lassen sich im Zuge dessen ja auch noch günstigere Service-Konditionen aushandeln?

Einfaches Retrofit durch modulares Konzept

Wenn es höchste Zeit zu handeln ist, sollte man eine Investitionsrechnung mit allen Parametern zur Entscheidungsunterstützung pro oder kontra Retrofit einholen. Im günstigsten Fall mit der Hilfe von externen Dienstleistern und Systemintegratoren, die sich mit der Materie auskennen. Interroll bietet mit der modularen Fördererplattform MCP einen Ansatz, der bei einem Retrofit viel Raum für Flexibilität bietet. Dank des modularen Konzepts sind die einzelnen Module perfekt aufeinander abgestimmt und einfach miteinander kombinierbar.

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