Jeden Tag nur am Schreibtisch sitzen – für Antje Klauke ist das nichts: In Wermelskirchen leitet sie die Produktionslinie für die Motorrolle RollerDrive und hat in den letzten 30 Jahren schon so manche Aufgabe bei Interroll erledigt.

104 Sekunden: So lange braucht Antje Klauke, um eine einzige RollerDrive fertig zu montieren. Die mit einem DC-Motor leistungsstärkste und bis 2017 insgesamt 8,7 Millionen Mal hergestellte Rolle von Interroll treibt bis zu zehn weitere Rollen an. Als Antrieb für Stückgutfördertechnik ist sie ideal für Streckenförderer, Rollenkurven, kleine Bandförderer und vor allem staudrucklose Rollenförderer, wie sie am Flughafen, in Lagerhallen oder an der Kasse im Supermarkt zum Einsatz kommen. Überall da, wo Waren bewegt werden, hat die RollerDrive ihre Finger im Spiel. Genau wie Antje Klauke, die beruflich schon sehr lange mit der Motorrolle verbunden ist.  

Produktionszuwachs der Motorrolle hautnah miterlebt

Vor 18 Jahren holte Interroll die Motorrolle aus Dänemark ins Werk nach Dabringhausen. Und schon damals war Antje Klauke das große Potential der Motorrolle bewusst: Von „nur" knapp 30.000 Stück, die sie pro Jahr mit ihren Kollegen produzierte, ist die Produktion bis zum letzten Stand 2017 auf insgesamt 230.000 Einheiten angewachsen. In dieser Zeit haben die Rolle und Antje Klauke viele Innovationen und Optimierungen in der Produktion erlebt. Jetzt muss Antje Klauke als Leiterin der Produktionslinie nicht nur die reibungslose Fertigung im Blick haben, sondern auch auf die Mitarbeiter achten, sie unterstützen, die Sicherheit und Sauberkeit des Prozesses gewährleisten und natürlich auch Organisatorisches – wie das Schreiben von Schichtplänen – erledigen.

Bloß nicht im Büro versauern

Von sich selbst sagt Frau Klauke, dass sie kein Typ für das Büro ist. Das sie lieber was mit den eigenen Händen schaffen will, wusste sie schon sehr früh: Bereits vor 37 Jahren, da war sie gerade mal 15 Jahre alt, hatte Antje Klauke als Ferien-Jobberin ihren ersten Kontakt mit Interroll. Das Arbeitsklima gefiel ihr so gut, dass sie sich gleich um einen Ausbildungsplatz bemühte. Aber in den Anfängen der 80er Jahre war das noch schwer: Da es in den großen Industrie-Unternehmen damals noch keine Umkleiden für Frauen gab, waren für sie auch keine Ausbildungsplätze vorhanden. So entschied sich Antje Klauke zunächst für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, bevor sie gleich danach wieder bei Interroll anheuerte.  

Erfolgsfaktoren: persönlicher Einsatz und unbedingter Wille

Das sie damals ungelernt den Einstieg machte, war kein Problem. Auch heute noch sind der eigene Wille und persönliche Einsatz für Produktionschef Ralf Dorok Tugenden, die so manche andere Qualifikation in den Schatten stellen. Antje Klauke startete zunächst in der Produktion, wechselte dann zum Hochregallager und landete über die Vormontage schließlich in der Endmontage. Als dann die RollerDrive nach Dabringhausen kam, wechselte auch Antje Klauke zur neuen Produktionslinie. Zu dieser Zeit, als noch drei Mitarbeiter gleichzeitig an einer Rolle arbeiteten, war der Prozess noch fehleranfällig. Das ist Vergangenheit: Heute entsteht die Motorrolle in sechs klar definierten Schritten, wobei ein Einzelner immer vom gleichen Mitarbeiter begleitet wird. Und einer Maschine, die einen Großteil der Fertigung übernimmt: Sie montiert, presst und kontrolliert. Und bevor die Rolle dann ihren langen Weg in die ganze Welt zum Kunden antritt, wird sie noch aufwändig nach einem Protokoll getestet. Antje Klauke ist stolz darauf, dass sie einen großen Anteil zum Erfolg von Interroll beitragen kann. 

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