Richtungsweisend: Interroll Belt Curve in der Gepäcksortierung am Salzburg Airport
Österreich/Salzburg. Ein gutes Stück Zukunft erschloss die Salzburger Flughafen GmbH angesichts des veritablen Wachstums mit dem neuen Amadeus Terminal 2. Einerseits als Event Location für die Low season konzipiert, rüstete sich der Flughafen mit dem Abfertigungsterminal im besonderen für verkehrsstarke Wintersamstage. Den neuen Komfort auf 3800m2 Nutzfläche wissen seit der Wintersaison 2004/05 pro Spitzenstunde bis zu 1100 Fluggäste an zwölf Checkin-Schaltern zu schätzen. Ihr Gepäck ? mit Durchsätzen von bis zu 45?000 Stücken täglich ? begibt sich mit der Aufgabe in einen Hochleistungskreislauf, der binnen Minuten ausschliesslich jede Sicherheitslücke schliesst.

|  |
Unter der Regie der Unternehmen Logplan und Systemintegrator FKI Logistex entstand so in Terminal 2 ein vollautomatisches Gepäcksortiersystem des Prädikats «Sicher
- Präzise - Schnell». In rekordverdächtigen sechs Monaten (April - Oktober 2004) aus dem Boden gestampft, bedient die teils unterirdisch
installierte 600-Meter-Anlage auch Gepäck der 21 Check-in-Schalter in Terminal 1.
|

|  | Safety First und das Kurven-Plus verbindet
Umgehend nach der Aufgabe gelangen die etikettierten Gepäckstücke über Bandförderer ins Untergeschoss mit automatischen Röntgen-Detektions- und
Förderanlagen auf 1700 m2 Fläche. Hier werden sie im Rahmen des «Hold Baggage Screening» (HBS) erstmals durchleuchtet (Level 1). Die erste von drei
X-ray-Stationen gilt zugleich als erster neuralgischer Punkt des Materialflusses, in dem die Interroll Belt Curve eine herausragende Stellung einnimmt. Die Gurtkurve des neuen
Typs scheint wie geschaffen für die Richtungsänderung im komplexen Zusammenspiel von Röntgenprüfung und Bandförderanlage.
|

|  | Aufatmen im Planungsteam: die Interroll Belt Curve ist da
Enge Kurvenradien und die signifikant reduzierte Bauhöhe der Interroll Belt Curve erschliessen zunächst wichtige Platzsparpotenziale und erlauben eine flexible
Anlagenprojektierung. Das schlupffreie Antriebskonzept mit formschlüssig-verzahnter Kraftübertragung, die geringe Gurtspannung und einzigartige Gurtführung geben
zusätzliche Sicherheiten in Bezug auf Wartungsfreundlichkeit und lange Lebensdauer. Zu mechanischer Zuverlässigkeit gesellen sich variable
Fördergeschwindigkeiten von bis 2,5 Meter pro Sekunde. Apropos Tempo: Wenn Zeit tatsächlich Geld ist, dann im Flughafenbetrieb. Beispiel Vollauslastung. Hier zählt
jede Minute. Bei einem Massentest Ende Januar 2005 spielte FKI Logistex den Extremfall durch und bestückte alle 33 Check-in-Schalter zu genau 100%. Ergebnis: Weder in der
unterirdischen Röntgenkontrolle noch in der Gepäcksortierhalle auf Erdgeschosshöhe traten Störungen auf.
|

|  | Neue Freiheit bei Engpass und Schlüsselstelle
Bevor die bis zu 20 Kilogramm schweren Koffern und Taschen allerdings die Gepäcksortierhalle neben der Abfertigungshalle erreichen, müssen sie als ungefährlich
identifiziert sein. Im Zweifelsfall wird das fragliche Gepäckstück über eine Wippe auf eine separate Förderstrecke transportiert, die zum zweiten
Röntgengerät führt. Auch diesem sind angesichts beengter Platzverhältnisse Interroll Belt Curve in raffinierter Anordnung vorgelagert. Besteht das
Gepäckstück auch den Level 3-Check durch geschultes Sicherheitspersonal nicht, steht eine Detailprüfung und Zusammenführung mit dem Fluggast durch die
Flughafenpolizei an.
|

|  | Der Richtige Dreh auf der Zielgeraden
Der Normalfall sieht unterdessen anders aus. Aus dem HBS-Keller gelangt das Fluggepäck über gerade Steigförderer, weitere Interroll Gurtkurven der Plus-Variante und
Bandförderer in die Gepäcksortierhalle mit erhöht errichtetem Sortierförderband und 20 seitlich abzweigenden Rutschen. Für den letzten Dreh vor dieser
Zielgeraden sorgt abermals eine Interroll Belt Curve, die direkt vor dem Lesegerät installiert wurde. Zuletzt gelangt das Fluggepäck auf die Sorterstrecke und wird
von seitlichen Pushern (Klappen) jeweils in eine Schütte geleitet, die mit den Flugangaben auf dem Etikett übereinstimmen. Dann sind sie reif, die Koffern und Taschen:
reif für die Insel, den Heimflug oder andere Destinationen dies- und jenseits der Alpen.
|
|  | |
Zurück
|