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Kette


Die Kette ist ein in der Fördertechnik bewährtes Mittel, Förderrollen und Förderelemente anzutreiben. Sie zeichnet sich durch Robustheit und Langlebigkeit aus und ist unempfindlich gegenüber Verschmutzung und Umwelteinflüssen. Mit einer Kette lassen sich sehr große Leistungen übertragen.

Ketten sind nicht wartungsfrei und im Betrieb relativ laut. Sie müssen regelmäßig geschmiert werden, um eine optimale Lebensdauer zu erreichen. Wegen des stark ansteigenden Geräuschniveaus sind Geschwindigkeiten über 0,5 m/s nicht zu empfehlen.


Tangentialer Antrieb

Der tangentiale Kettenantrieb zeichnet sich durch seinen guten Wirkungsgrad und seine einfache Konstruktion aus.

Die Einbaulänge der Förderrolle ist kürzer als bei einem Antrieb von Förderrolle zu Förderrolle, da der Antriebskopf lediglich aus einem Kettenrad besteht. Eine einzelne Kette treibt alle Förderrollen einer Bahn an. Die Führung der Kette zu den Kettenrädern erfolgt durch ein Kettenführungsprofil aus Spezialkunststoff äußerst exakt.

Die Kettenräder sind fest auf den Förderrollen montiert. Die Zähne der Kettenräder greifen in die Kette ein und übertragen nur die für die einzelne Förderrolle notwendige Antriebsleistung. Die Kette kann wahlweise auf der Unter- oder Oberseite der Förderrollen entlang geführt werden. Eine exakte Positionierung der Kettenführung zu den Förderrollen ist äußerst wichtig. Das maximale Höhenspiel beträgt 0,5 mm.

Die antreibende Motorstation muss so installiert werden, dass der Zugtrum der Kette möglichst kurz ist. Es ist ratsam, die Motorstation zusätzlich mit einer Vorrichtung zur Einstellung der Kettenspannung auszurüsten. Umlenkrollen, die neben der Belastung durch das Transportgut auch die Kettenzugkräfte tragen, müssen gegebenenfalls gesondert auf ihre zulässige Lagerbelastung geprüft werden. Die angetriebene Bahnlänge wird durch die zulässige Bruchlast der Kette bzw. durch das Gewicht des Transportguts begrenzt.

Die Rollenteilung ist beim tangentialen Antrieb frei wählbar. Im Vergleich zum Antrieb von Förderrolle zu Förderrolle sind beim tangentialen Antrieb Förderrollen einfach aus- und einzubauen.


Umschlungener Antrieb

Bei dieser Antriebsart wird jede Förderrolle mit der nächsten durch eine Kette verbunden. Daher benötigen dieFörderrollen Antriebsköpfe mit zwei Kettenrädern, die einen größeren Eingriffsschutz als beim tangentialen Antrieberfordern.

Eine Kettenführung ist nicht erforderlich. Der Förderrollenabstand unterliegt engen Toleranzen, da der Abstand von der Kettenteilung abhängig ist. Die maximale Bahnlänge, die von einer Motorstation angetrieben wird, wird von der zulässigen Bruchlast der Kette begrenzt. Dabei erfährt die Kette an der Motorstation die höchste Belastung. Die Toleranzen für den Förderrollenabstand t und die Bruchlasten stellt die folgende Tabelle dar.


Roller-to-roller drive (chain)
Kettenteilung
"
P
mm
Toleranz für t
mm
Bruchlast
N
3/8 9.525 0 bis -0.4 9,100
1/2 12.700 0 bis -0.5 18,200
5/8 15.875 0 bis -0.7 22,700
3/4 19.050 0 bis -0.8 29,500
1 25.400 0 bis -1.0 58,000

Um die Kettenkräfte so gering wie möglich zu halten, muss die Antriebsstation mittig in der Gesamtstreckeangeordnet werden.

Zusätzlich muss bei der Konstruktion der Antriebsstation darauf geachtet werden, dass die Umschlingung der Kettenräder min. 180° beträgt und die Kette nachgespannt werden kann.
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