Einiges über Antriebsarten



Tangential drive
Tangentialer Antrieb
Der tangentiale Antrieb (mittels Kette) zeichnet sich durch seinen guten Wirkungsgrad und seine einfache Konstruktion aus.
Die Einbaulänge der Rolle ist kürzer als bei einem Antrieb von Rolle zu Rolle. Eine einzelne Kette treibt alle Rollen einer Bahn an. Die Kette wird durch ein Kettenführungsprofil aus Spezialkunststoff auf das entsprechende Kettenrad gedrückt. Die in die Kette eingreifenden Zähne einer Rolle übertragen nur die für die einzelne Rolle notwendige Antriebsleistung. Die Kette kann wahlweise auf der Unteroder Oberseite der Rollen entlang geführt werden.
Eine exakte Positionierung der Kettenführung zur Rolle ist notwendig (max. 0,5 mm).
Die zu verwendende Motorstation wird so installiert, dass der Zugtrum der Kette möglichst kurz ist. Die Motorstation wird meist zusätzlich mit einer Vorrichtung zur Einstellung der Kettenspannung ausgerüstet.
Umlenkrollen, die neben der Belastung durch das Fördergut noch die Kettenzugkräfte zu tragen haben, müssen gegebenenfalls gesondert auf ihre zulässige Rollenbelastung hin überprüft werden. Die von einem Antrieb anzutreibende Bahnlänge wird nur durch die zulässige Bruchlast der Kette bzw. durch das Gewicht der zu fördernden Last begrenzt.
Der Rollenabstand (Rollenteilung) ist beim tangentialen Antrieb frei wählbar. Im Vergleich zum Antrieb von Rolle zu Rolle sind beim tangentialem Antrieb Rollen einfach aus- und einzubauen.

Roller-toroller drive
Antrieb von Rolle zu Rolle (Kette)
Auch hier handelt es sich um einen einfachen Aufbau, aber es bestehen einige konstruktive Einschränkungen bei der Verwendung dieser Antriebsart. Es wird keine Kettenführung benötigt, jedoch ist die Rollenteilung (Abstand von Rolle zu Rolle) abhängig von der Größe der Kette und es müssen enge Toleranzen eingehalten werden (siehe Tabelle Toleranzen).
Die maximal von einem Motor anzutreibende Bahnlänge wird von der zulässigen Bruchlast der Kette begrenzt, wobei die Kette an der Motorstation die höchste Belastung erfährt. Die Antriebsstation sollte deshalb auf jeden Fall in der Mitte der Bahnlänge liegen, um die zulässigen Kettenzugkräfte optimal auszunutzen.
Bei der Konstruktion der Antriebsstation ist darauf zu achten, dass die Kettenräder möglichst eine Umschlingung von 180° besitzen und die Kette nachspannbar ist.

Roller-to-roller drive (chain)
Interroll schlägt folgende Toleranzen für den Rollenabstand t vor:
Ketten-
teilung
Zoll
P

mm
Toleranz
für t
mm
Bruchlast

N
3/8 9.525 0 bis -0.4 9,100
1/2 12.700 0 bis -0.5 18,200
5/8 15.875 0 bis -0.7 22,700
3/4 19.050 0 bis -0.8 29,500
1 25.400 0 bis -1.0 58,000


Toothed belt
Toothed belt
Zahnriemen
Alternativ zum Kettenantrieb von Rolle zu Rolle kann auch ein Zahnriemen verwendet werden. Zahnriemenantriebe laufen geräuscharm, sind wartungsfrei und lassen sich bei hohen Antriebsgeschwindigkeiten einsetzen. Wie beim Kettenantrieb ist die Rollenteilung in engen Grenzen vorgegeben. Die Toleranz für die Rollenteilung t ist 0 bis - 0,3 mm bei Interroll Spezialzahnriemen.

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