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Anspruchsvolles Jahr 2009 für die Interroll GruppeAd hoc-Mitteilung Sant’Antonino, 26. März 2010. Die weltweit in der Fördertechnik, Logistik und Automation tätige Interroll Gruppe blickt auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2009 zurück. Der Umsatz gab im Vergleich zum erfolgreichen Vorjahr um 34.6% nach. Der Reingewinn verzeichnete CHF 5.7 Mio. Dem rezessiven Szenario begegnete Interroll im Berichtsjahr mit schlanker Kostenstruktur und setzte planmässig die strategischen Projekte fort. Das Unternehmen verfügt über eine solide Finanzbasis.
Die globale Rezession beeinflusste 2009 auch die Interroll Gruppe stark. Ein durch suspendierte oder gestrichene Projekte bedingter weltweiter Nachfragerückgang reduzierte
den konsolidierten Umsatz im Vergleich zum erfolgreichen Vorjahr um 34.6 % von CHF 357.9 Mio. auf CHF 234.0 Mio. In Lokalwährung betrug der Umsatzrückgang 31.4 %. In
Berichtswährung beinhaltet der konsolidierte Gruppenumsatz somit 3.2 % Währungsverluste und weitere 5 % Minderung durch den drastischen Preiszerfall bei Rohmaterialien
wie Stahl und Kunststoffen. Trotz äusserst anspruchsvollem Marktumfeld und zunehmendem Preisdruck konnte die Brutto-Marge (Umsatz nach Abzug Material, in Prozent des
Umsatzes) jedoch mit 57.8 % weitgehend auf Vorjahresniveau gehalten werden (2008: 58.8 %). Zur Entlastung der Kostensituation konnte Interroll auf der Beschaffungsseite mit
strategisch wichtigen Bestandeslieferanten neue Bedingungen aushandeln.
In den meisten Märkten konnten weitere Anteile und neue Kunden gewonnen werden. In den USA etwa entwickelten sich die Margen und das Geschäft mit Kassentischmotoren sehr erfreulich. Bei verschiedenen bestehenden Kunden konnte mit zusätzlichen Produkten Neugeschäft generiert werden, was sich für die mittelfristige Zukunft positiv auswirken wird. EBITDA und EBIT Dank der flexiblen Kostenstruktur und einem anfangs 2009 eingeführten Kostensenkungsprogramm vermochte Interroll die EBITDA-Marge im Berichtsjahr trotz Umsatzeinbruch bei 8.0 % zu stabilisieren. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen EBITDA erreichte CHF 18.8 Mio. gegenüber CHF 58.2 Mio. im erfreulichen Vorjahr 2008. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern EBIT lag bei CHF 3.1 Mio. bzw. 1.3 % gegenüber CHF 43.4 Mio. bzw. 12.1 % im Vorjahr. Reingewinn und Cash Flow Der Reingewinn verzeichnete per Ende 2009 CHF 5.7 Mio. (2008: CHF 33.8 Mio.), der operative Cash Flow CHF 20.4 Mio. bzw. 8.7 % des Nettoumsatzes (2008: CHF 41.9 Mio. bzw. 11.7 % des Nettoumsatzes). Die Sparte Komponenten Ausgedrückt in lokaler Währung reduzierte sich der Umsatz der Sparte Komponenten im Geschäftsjahr 2009 um 25.6 %. In konsolidierter Währung betrug der Umsatz CHF 157.9 Mio. (2008: CHF 223.7 Mio.). Der Umsatzrückgang der Sparte Komponenten als Folge der globalen Wirtschaftsmalaise wirkte sich hauptsächlich in bereits etablierten Märkten ziemlich gleichmässig aus. In neuen Märkten wie Indien, Japan und Brasilien entwickelte sich der Umsatz hingegen positiv. Trotz des rezessiven Umfeldes erzielte diese Sparte einen guten operativen EBITDA-Gewinn von CHF 19.6 Mio. mit einer Marge von 12.3 %. Zur Entlastung des EBITDA senkte die Sparte Komponenten die Fixkosten rechtzeitig. Unangetastet blieben hingegen die Investitionen in strategische Projekte für langfristiges Wachstum wie der Ausbau des Kompetenzzentrums für Förderrollen und RollerDrives am Standort Wermelskirchen (D) oder die Förderung innovativer Produkte. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern EBIT erreichte per Ende 2009 CHF 7.4 Mio. bzw. 4.6 % gegenüber CHF 28.8 Mio. (12.8 %) im Vorjahr. Die Sparte Subsysteme Der Umsatz der stärker projektabhängigen Sparte Subsysteme verzeichnete 2009 in lokaler Währung einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 40.3 %. In Berichtswährung belief sich der Umsatz auf CHF 76.1 Mio. (2008: CHF 134.2 Mio.). Darin widerspiegelt sich eine unerwartet hohe Zahl aufgrund ungesicherter Finanzierung bis auf Weiteres ausgesetzter oder gar gestoppter Projekte. Es konnte kein operativer Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen EBITDA erzielt werden (2008: CHF 17.7 Mio.). Der Verlust auf Stufe EBIT betrug CHF 4.3 Mio. (2008: EBIT-Gewinn CHF 14.6 Mio.). Nichtsdestotrotz konnte Interroll auch in diesem Bereich dank der stabilen Finanzgrundlage die strategischen Projekte weiterverfolgen, wie etwa Investitionen in die Produktinnovation. Bilanz, Investitionen Interroll verfügt über eine solide Finanzbasis. Die Bilanzsumme belief sich am Ende des Berichtsjahres auf CHF 215.7 Mio. (2008: CHF 236.8 Mio.). Das Eigenkapital erreichte per Ende 2009 CHF 133.0 Mio. (2008: CHF 130.7 Mio.). Die Eigenkapitalquote stieg im Jahresvergleich von 55.2 % auf 61.7 %. Die für die Zukunft getätigten Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 22.9 Mio. (2008: 22.4 Mio.). Sie flossen vor allem in die planmässig weitergeführten strategischen Projekte und Bereiche wie die geografische Expansion des Interroll Netzwerks, Produkteinnovation oder auch die Einführung des neuen ERP-Systems. Damit unterstreicht Interroll die Ausrichtung auf eine Strategie des langfristigen Wachstums. Die Nettoverschuldung beläuft sich per Ende 2009 auf CHF 4.2 Mio. Nennwertrückzahlung Aufgrund der finanziellen Stabilität des Unternehmens und mittelfristig positiver Zukunftsaussichten schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 7. Mai 2010 eine Nennwertreduktion von CHF 15.00 auf CHF 10.00 pro Interroll Namenaktie vor. Die Nennwertrückzahlung (anstelle einer Dividende) im gleichen Betrag wie im Vorjahr von CHF 5.00 pro Interroll Namenaktie erfolgt für Inhaberinnen und Inhaber von Aktien normalerweise steuerfrei. Ausblick Interroll erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein weiterhin schwieriges und herausforderndes wirtschaftliches Umfeld. Eine leichte Erholung dürfte sich frühestens im zweiten Semester 2010 anbahnen. Dank der finanziellen Stabilität des Unternehmens können wir jedoch an unserem Kurs festhalten, die strategischen Projekte wie Innovationen, die Stärkung des globalen Netzwerkes und die Implementierung des neuen ERP-Systems fortzusetzen. Dies entspricht unserer langfristigen Wachstumsstrategie und schafft die Voraussetzungen, um rasch und überdurchschnittlich von neuen Opportunitäten in einer sich normalisierenden Konjunktur zu profitieren. Wie in den vergangenen Jahren verfolgt Interroll zudem weiter eine konsequente Kostendisziplin und schafft neue Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität in allen Tätigkeitsbereichen. Portrait der Interroll Gruppe Interroll ist ein weltweit führender Anbieter von Schlüsselprodukten für Fördertechnik, Logistik und Automation. Die Interroll Gruppe beschäftigt 1200 Personen in 28 Unternehmen weltweit und ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Unter dem Dach einer strategischen Holding-Gesellschaft im schweizerischen Sant'Antonino sind drei Geschäftseinheiten verantwortlich für sämtliche weltweiten Tätigkeiten von Beratung über Product Management, Forschung und Entwicklung bis zu Produktion, Distribution und Service. Die Geschäftseinheit Interroll Drives & Rollers bietet leicht integrierbare, platzsparende Schlüsselfunktionseinheiten wie Trommelmotoren sowie angetriebene und nicht-angetriebene Förderrollen für Transportlösungen. Die Geschäftseinheit Interroll Dynamic Storage fertigt energiefrei arbeitende Fliesslagermodule für Paletten, Behälter und Kartons. Die Geschäftseinheit Interroll Automation produziert Quergurtsorter, Gurtkurven und weitere anwenderfreundliche Fördermodule mit kurzer Kapitalrückflusszeit für wirtschaftliche Materialflussanlagen. Die Interroll Produkt- und Servicepalette ist besonders auf die Bedürfnisse regionaler Anlagenhersteller und Ingenieurbüros sowie Systemintegratoren, multinationale Unternehmen und Anwender ausgerichtet. Interroll bedient über 23'000 Kunden auf allen Kontinenten. Für Fragen wenden Sie sich bitte am 26. März 2010 zwischen 13.30 und 14.30 Uhr an: Paul Zumbühl, CEO Tel. +41 91 850 25 24 Lorenz Köhler, Head of Corporate Communications Tel. +41 91 850 25 21 www.interroll.com/ir (Investor Relations) investor.relations@interroll.com Termine 2010
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