


 | Dominoeffekt oder Sortimenthygiene?
Wenn Marketing der Motor und Logistik das Getriebe des wirtschaftlichen Erfolgs sein sollen, dann müssen Versandhäuser des 21. Jahrhunderts eines ganz gewiss:
Prozesshoheit über die gesamte Wertschöpfungskette besitzen. Wechselt das Sortiment im Outlet- und Internet-Geschäft des Anbieters wöchentlich, potenziert sich
der Bedarf an integrierten Lösungen, um Real-Time-Bestandsführung und Sortimenthygiene am Point of Sale zu schaffen. Allerdings: Ohne eine hoch flexible
Retourenabwicklung gerät das gesamte Logistikmodell ins Stocken.
Der Wendepunkt
Zum U-Turn setzen die Rückläufer eines deutschen Versandhandelshauses mit 54.000 Verkaufsstellen und stark frequentiertem Internetportal (Umsatzvolumen: 25%) im
Logistik-Center (LC) Bremen an. Als Betreiber des LC Bremen stimmt DHL Excel Supply Chain Central Europe seit 2000 die gesamte Inhouselogistik auf die Bedürfnisse des Kunden
ab. Zielvorgabe für Pierau Planung und Systemintegrator Siemens Dematic: eine Retourenbearbeitung mit geringer Auftragsdurchlaufzeit. DHL setzt bei wachsenden Volumina,
zunehmender Artikelvielfalt und großen saisonalen Schwankungen auf einen zielgerichtet abgestimmten Mix aus Automatisierung und Personaleinsatz: Neben professionell
geschulten Mitarbeitern, automatischer Datenerfassung und Vorsortierung der Retourenartikel, kundenspezifischer EDV mit Einbindung ins Lagerverwaltungs-/Materialflusssystem, gibt
es im Kontext der modernen, standardisierten Fördertechnik seit 2004 einen neuen Liebling im DHL-Logistik-Team: der vertikal ausgeführte Interroll Quergurtsorter. Er
kann bis zu mehreren tausend Rücksendungen problemlos sortieren. So ist auch die Hochsaison im Vor-/Nachweihnachtsgeschäft ohne Weiteres zu bewältigen.
Flexibilität von A bis Z
Die Zuführstrecke zum 21-Meter-Sorter mit seinen 24 Rutschen-Endstellen ist logistisches Abbild des geforderten Dreiklangs von Tempo, Zuverlässigkeit und
Flexibilität: Entladung aus Anlieferbrücken, Ablegen auf Teleskopförderer, Retourenerfassung über Versandetikett, Transport über Steigband zur
Zwischenbühne, manuelle Paketöffnung, Bestückung Förderband mit Retourenware, Erfassung der Ware über Retourenetikett, ggf. manuelle Artikelkontrolle und
Neuverpackung/-etikettierung, Bestückung Förderbänder, Retourenidentifikation über Scanner und Sorterzuführung über Einschussbänder. Im
Übrigen sind die Förderband-Einheiten durchgängig frequenzgeregelt und dank Interroll Förderband-Kompetenz (Typ 4081) nahezu wartungsfrei.
Artikelreine Sortierung
Die Übergabe der Sendungen erfolgt vereinzelt mit Lücke in Takt und Phase auf die Sorter-Laufwagen mit aufmontierten Quergurt-Förderern (Länge x Breite: 600 mm
x 600 mm). Tausendfach bewährt, spielt der Interroll Quergurtsorter bei 1,1 Metern pro Sekunde jetzt seine ganze Klasse aus: Erreicht der Quergurtwagen sein von der Steuerung
zugewiesenes Ziel (Zielvergabe nach Verwendungskriterien), wird pneumatisch eine Schaltfahne in Position gebracht, auf der das Antriebsrad wagenunterseitig abrollt. Die
Translationsbewegung des Wagens wird also in eine Rotationsbewegung umgesetzt, die das Band des Quergurtwagens zum Ausschleusvorgang antreibt. Ohne zusätzliche Energiezufuhr
gleiten die Stückgüter in die Blechrutschen mit Seitenwangen. Die nächste Distributionsstufe kann beginnen.
Customer views
"Erprobte Technologie - optimale Kundenlösung. Der Interroll Quergurtsorter ist eine flexible und robuste Sortierlösung, die unseren Verteilaufwand bei der
Retourenabwicklung zuverlässig abdeckt. Vor allem in der Hochsaison vor und nach Weihnachten."
Christian Greitsch / Mario Hüneke
Leiter Retoure / Leiter Technik im Logistik-Center Bremen der DHL Excel Supply Chain Central Europe
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